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  31. AUGUST 2009:
  Nach anfänglich rasanter Fahrt auf dem Kiessee Zschieren bäumte sich das schmucke, ein Meter lange     Modellschiff plötzlich auf und verschwand auf nimmer Wiedersehen in der Tiefe. Der Skipper war alles       andere als erfreut und bat um meinen Einsatz.
  Eine Zehner mit Doppelventil und den sieben Millimeter Long John, zwei Lampen, Reel, zwei Regler und   Kompass in die Kiste. Man kann ja nie wissen...
  Der Bastler wartet schon am Ufer. Der See ruhig, abgelegen, kein Mensch weit
  und breit. Wie immer, wenn ich Wasser sehe, habe ich es eilig, den Gummikram anzulegen. Nach               fünfzehn Minuten schließen sich die Wellen über mir....
  Auf fünf Meter eine PKW - Achse links, gleich rechts daneben Einkaufswagen LIDL. Bei sieben Metern       eine riesige, grüne Regentonne - hat mich erschreckt! Die Sicht erträgliche sechs Meter. Bei acht Metern   wird der Grund eben, glitzert braungrün im Restlicht.
  Kein Müll weit und breit, nur schimmernder Sand. Die tiefste Stelle ist erreicht.
  Den Kompass vor der Maske drehe ich mich parallel zum Ufer und beginne ein Quadrat mit Kantenlänge   von zehn mal zehn Metern. Bei dem aufgeräumten Grund kann mir nichts entgehen und ich sehe mich        schon beim Kaffee zu Hause.
  Doch immer wieder bewegt sich dieser Grund eigenartig - er hat etwa von Schaum auf dem                        Badewasser. Ich denke, ich steck mal meine Hand rein, ist er sehr weich - wie in Leuben etwa... hat das Boot nicht nur seinen Untergang erlebt, sondern auch gleich die Beerdigung im weichen hellen Sand-Schlamm und ich kann umkehren, mir die Luft sparen.
Aber das fasst sich an wie garnichts, selbst wenn mein Arm bis an die Schultern verschwindet. Ich steck den Kopf hinterher. Vor meiner Maske Glitzersand, doch der teilt sich und drunter ist es schwarz und kalt. Ich schieb die andere Hand nach, mit der Lampe. Das Licht geht durch nachtschwarzes, kristallklares Wasser und zeigt drei Meter unter mir den echten Grund. Und da liegt auch wieder Gerümpel, wie wir es leider gewohnt sind. Wie ich da unten ankomme, leuchte ich hoch - da sehe ich die Glitzerschicht diesmal über mir. Wie in einem Kohlenkeller mit niedriger Decke. Den ganzen Rest der Sucherei - Sicht zehn Meter und mehr, aber
eisekalt - bin ich dabei, instinktiv den Kopf einzuziehen.
Übrigens, bei dieser Sicht war's natürlich ein Leichtes, das Boot wieder zu finden und für den Skipper zu bergen.
>> Ein Erfahrungsbericht von Immo Schneider <<

www.tauchsiegel-dreden.de