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Am 30.11.2009 musste es nochmal sein:  Von Dresden ging es über Radeberg nach Bischheim Häslich, einem beliebten sächsischen Tauchrevier.
Am Ortsausgang biegen wir nicht wie üblich rechts Richtung Steinbruch Prelle oder Luise ab, sondern  nach links den holperigen Wurzelweg etwa  zweihundert Meter bergan. Links, mitten im Wald die schwarz spiegelnde Wasseroberfläche der Großen Aktie.

Nach intensiverer Betauchung in vergangenen Jahren heute im Dornröschenschlaf.... Kaum Müll weit und breit. Im Nu haben wir uns verkleidet,
TL Jens im Trocki und ich im altbewährten sieben Millimeter (mit dem kaputten Rückenzip und daher sicherheitshalber noch einer Eisweste drüber).
Zwölf Liter Doppelventil, jeder zwei Lungenautomaten, Lampen....
Und schon sind wir im Wasser! Der Steinbruch ist trogförmig, hat also keine flache Zone wie die Luise. Ganz fix sind wir auf zehn Meter, Sicht gar nicht so gut, wie wir erst dachten, vier - fünf Meter.
Auf fünfzehn werden die Strahlen der Lampen plötzlich kürzer und das Wasser verdächtig dunkel. Aber nicht trüb, sondern es hat irgendwas von Cola.
Auf zwanzig Metern - Sicht nur noch einen halber Meter. Da haben wir die Bescherung. Die im Wasser gelösten Gerbstoffe zaubern uns einen Nachttauchgang. Temperatur 4 Grad, ich bekomme ein komisches Gefühl in den Zehen, der TL Jens fühlt sich wohl in seinem Trocki, das sieht man ihm an.
Unten bei zweiundzwanzig, dreiundzwanzig Metern ist weiße Kunststoffschnur gespannt, sie diente als Orientierung in vergangenen Tagen. Wir halten uns am nördlichen Rand, daher müssen wir ständig auf hereingestürztes Geäst achten. Im stockdunklen taucht es meist erst plötzlich auf, wenn es fast schon zu spät ist.
Geröllfelder sind hier selten. Ohnehin tauchen wir bei dieser Sicht Schulter an Schulter und mit der Maske nahe dem Grund. Für Liebhaber guter Sichtweite kein idealer Platz. Mal schauen, ob sich das in den nächsten Jahren ändert.
Aber den Kompass vor die Maske genommen und im Nachtdunkel einfach nur mal in sich hineinhören, langsam im Scheinwerferlicht über den felsigen Grund gleiten, war jedes Bar Luft wert - könnt ihr glauben...